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Glücklich fielen sich die Spieler nach dem
hart umkämpften Sieg an der Schwimmbadstraße in Bad
König in die Arme und Trainer Florian Arbini war mit den Nerven am
Ende. Bereits in der ersten Halbzeit hätten seine Jungs ihm das
Leben an der Linie durchaus leichter machen können. Die Viktoria kam
gut ins Spiel. Alex Treubert setzte einen Volleyschuß (4.) an den
linken Außenpfosten und den Nachschuß schob Rudi Dering in
die 2.Etage. In der 10.Minute war es dann aber soweit. Fabian
Schraut´s langer Ball verlängerte, kurz hinter der
Mittellinie stehend, Dering mit der Brust und Florian Ettl nutzte eine Unstimmigkeit
in Bad König´s Innenverteidigung zur 1:0 Führung.
"Toni" allein hatte die Entscheidung im ersten Abschnitt setzen
müssen. Nach einem schönen Paß von Koukalias auf Ettl
war diesmal aber der Keeper zur Stelle (15.) und nach einer Flanke von
rechts, köpfte (25.) der Stürmer über´s Tor. Aber
auch die Hausherren versteckten sich nicht. Sebastian Kraft hatte die
Chance zum Ausgleich (28.), doch Florian Seifert war zur Stelle. Nach
einem Freistoß von Umut Kizilyar (32.) war der Aschaffenburger
Keeper noch vor dem einschußbereiten Kevin Puls am Ball. Danach
verflachte die Partie und so ging es mit der knappen Führung in
die Kabinen. Arbini wechselte 2mal. Dering und Ettl blieben
draußen und dafür waren Kevin Diwersi und Marcus Alexander
neu auf dem Feld. Nun übernahm die TSG die Initiative und
Aschaffenburg´s Hintermannschaft war gefordert dem Druck stand zu
halten. Ein Schuß (49.) von Umut Kizilyar ging knapp drüber
und nach Klaus Menges Freistoßkracher (62.), der an der Latte
landete, schien die Partie zu kippen. Nur kurz drauf war Seifert erneut
gefordert, wehrte er einen Schuß von Kevin Puls zur Ecke ab. Nach
70 Minuten war Stephan Krug´s Arbeitstag beendet und Volker
Sedlacek übernahm für ihn. Brenzligste Situation dann nach
einem Konter der TSG. Erhan Dogan vertändelte
leichtfertig in Bad König´s Hälfte den Ball, und Umut
Kizilyar machte sich über rechts auf den Weg Richtung SVA
Gehäuse. Seifert, der die Situation erkannte, kam aus seinem Tor
heraus (78.) und spitzelte dem Angreifer den Ball von den
Füßen. Umut kam hierbei zu Fall und alles was der TSG die
Daumen drückte forderte vehemmt Elfmeter. Nachdem sich kurz darauf
die Szenerie wieder beruhigt hatte und sich auch die Reklamationen der
Spieler in Grenzen hielten, war klar, das die Aktion von Seifert
regelkonform schien. Dennoch es gibt bestimmt Schiedsrichter die da
sofort auf Strafstoß entscheiden. Das Glück also war auf
Seiten der Viktoria. Ein Wecksignal für Viktoria´s Offensive
die nun ihrerseits die Entscheidung suchte. Es fehlte jedoch weiter
wenige Zentimeter zum Torerfolg. Diwersi´s Kopfball klärt
Danijel Milic auf der Linie (87.). Nach einer schönem Spielzug
zwischen Bachmann, Diwersi und Dogan bediente Bachmann den
mitgelaufenen Walter, der aber frei vor dem Tor das selbige nicht traf.
Florian Arbini wurde da kreidebleich im Gesicht und hoffte das die
ausgelassenen Chancen sich nicht doch noch rächen. In
der Nachspielzeit dann die Erlösung. Treubert´s
Freistoß fand Steffen Bachmann, der in der Mitte Yannick Walter
bediente und dieser vollendete zum 2:0 ins lange Eck. Diesen Erfolg
gilt es nun am kommenden Wochenende gegen den TV Nieder-Klingen zu
bestätigen.
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TSG 0:2 Viktoria Aschaffenburg II
Spieltag 1 - 08.08.2010
Auftaktniederlage gegen Viktoria Aschaffenburg 1b - erste Mannschaft kommt
0:2 unter die Räder
Nur haarscharf schrammte die erste Mannschaft im ersten
Saisonspiel der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald an einer Überraschung vorbei, als
sie gegen den Meisterschaftskandidaten von Viktoria Aschaffenburg 1b knapp mit
0:2 verlor. Dabei hatte man der jungen Mannschaft von Trainer Drago Cutura
wahrlich nur wenig vorzuwerfen, denn die TSG bot der
Verbandsliga-Reservemannschaft über 90 Minuten leidenschaftlich Paroli und
stellte streckenweise sogar die spielerisch bessere Mannschaft.
In einer
hektischen und temporeichen Anfangsphase kam die Viktoria besser aus den
Startlöchern. Nach nur fünf gespielten Minuten wähnte sich die TSG dabei im
Glück, als ein durchgebrochener Aschaffenburger Flügelspieler nur das Aluminium
traf. Auch in den Folgeminuten blieben die Bayern die klar feldüberlegene
Mannschaft und wussten durch Spielwitz und Kombinationsfußball zu überzeugen.
Die jungen Bad Königer, die nach dem Aufstieg im letzten Jahr größtenteils
erstmals Kreisoberliga-Land betraten, wirkten nervös und unkonzentriert.
Konsequenterweise musste man Mitte der ersten Hälfte den 0:1-Rückstand hinnehmen
und lief fortan einem Rückstand hinterher.
Nachdem die TSG dann aber die
Anfangsnervosität abgelegt hatte, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch,
wobei der von Kevin Puls wunderbar in Szene gesetzte Sebastian Kraft die größte
Chance auf Seiten der Kurstädter vergab, als er am souveränen Aschaffenburger
Schlussmann in der 35. Minuten scheiterte. Nicht desto trotz hätte die Viktoria
schon in Hälfte eins für die Vorentscheidung sorgen können, doch eine Handvoll
hervorragend herausgespielter Einschussmöglichkeiten wurden teilweise kläglich
vergeben. So wähnte man sich aus Kurstädter Sicht doch sehr glücklich, dass man
nur mit einem 0:1-Rückstand die Seiten wechselte.
In den zweiten 45 Minuten
wusste das TSG-Team um den eingewechselten Spielertrainer Dejan Susnica dann
endlich auch spielerisch zu überzeugen: Während man in Hälfte eins die Begegnung
größtenteils noch über Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft gestaltete, legt man
nun auch spielerisch eine Schippe drauf. Zwar musste TSG-Keeper Urs Herrmann
direkt nach Wiederanpfiff zwei Eins-gegen-Eins-Situationen noch mit Bravour
meistern, aber mit zunehmender Spieldauer witterten die Bad Königer ihre Chance
und präsentierten sich in der Hintermannschaft nun auch sattelfest.
In der
Offensive fand in dieser Phase dann weder Sebastian Krafts Kurzschuss, noch
Klaus Menges Freistoß aus 30 Metern den Weg ins Tor. Routinier Klaus Menges
scheiterte dabei am Metall.
Auch in der Schlussviertelstunde drängten die
Kurstädter die Viktoria in die Defensive, doch mehr als zwei äußerst strittige
Situationen im Aschaffenburger Strafraum, bei denen der ansonsten souverän
leitende Schiedsrichter bei möglichen Foulspielen an Sebastian Kraft und Umut
Kizilyar beide Male nicht auf Elfmeter entschied, sprangen nicht heraus. Ein
abermals von Klaus Menges getretener Freistoß zehn Minuten vor dem Abpfiff
zischte wiederum nur knapp am Tor vorbei. So kam es dann doch wie es kommen
musste, als die Aschaffenburger, die zuvor schon zwei dicke Konterchancen
ungenutzt ließen, schließlich in der Nachspielzeit durch einen sauber
vorgetragenen Gegenangriff für den 0:2-Endstand sorgten.
Auch wenn über die
gesamten 90 Minuten betrachtet die Niederlage unterm Strich natürlich in Ordnung
geht, hätte sich die junge Bad Königer Truppe um ihren Kapitän Stefan Rug einen
Punktgewinn in ihrem Debüt in der Kreisoberliga durchaus verdient gehabt. Nichts
desto trotz gilt es ein positives Fazit aus dem Saisonauftakt zu ziehen: Die TSG
Bad König demonstrierte vor allen Dingen in Hälfte zwei ganz deutlich, dass sie
vollkommen zu Recht in die Kreisoberliga aufgestiegen ist und dieses Niveau auch
spielen kann. So kann man ohne Sorge dem kommenden Sonntag, 15.08.2010,
entgegenblicken, an dem die TSG zur Oberliga-Reserve von Viktoria Urberach
reist. Anpfiff in der Rödermark ist um 15:00 Uhr. Weitere Informationen und
Bilder vom Spiel unter www.tsg-badkoenig.de.
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