Die Begegnung wurde erst in der Nachspielzeit endgültig entschieden, Bachmann erzielte hier das erlösende 3:1 für die Reserve der Viktoria. Nach gutem und kämpferisch engagiertem Spiel war Seckmauern nah dran am Unentschieden, scheiterte aber letztlich an seiner langsam schon beängstigenden Harmlosigkeit in der Offensive. Trotzdem war es von Seckmäurer Seite her das bisher beste Spiel der laufenden Runde.

Aschaffenburg begann stark. Schon nach wenigen Sekunden wurde Bystrek am Einköpfen gehindert. Beim anschließenden Eckball vergab Ries ebenfalls per Kopf. Langsam aber sicher trat Seckmauern dann beherzter auf. 

Allerdings musste man für seine Aktionen, im Gegensatz zum gepflegten Aufbauspiel der Viktoria, weit mehr Laufwege gehen. Das lag auch daran, dass man statt eines kontrollierten Aufbauspiels lieber mit langen Pässen operierte. Das kostete erstens viel Kraft bei den hohen Temperaturen und war zweitens im Nachhinein wenig effektiv. Die beiden besten Spieler ihrer Mannschaften standen nach knapp 15 Minuten im Mittelpunkt des Geschehens. Aschaffenburgs Pavlovic vergab eine Riesenchance durch einen verunglückten Abschluß, im Gegenzug visierte Burak nur den rechten Außenpfosten an. Aschaffenburgs gut vorgetragene Angriffe waren stets gefährlich. Glück hatte TW Schäfer, dass er eine Hereingabe von Pavlovic zum freistehenden Bachmann unterbinden konnte (17.) und Seifert im Zweikampf mit Pavlovic dessen Kopfball aufs Tor verhinderte (19.). Auch hier vergab Seckmauern im Gegenzug wieder eine gute Gelegenheit. Das 1:0 für Aschaffenburg hätte so eigentlich nicht fallen dürfen. Der insgesamt schwache Schiedsrichter Jan Töns, der beide Teams gleichermaßen benachteiligte, verhängte einen nie und nimmer gerechtfertigten Freistoß gegen den TSV.  Banbal verlängerte den in den Strafraum gezogenen Ball per Kopf zur 1:0-Führung ins Tor (28.). Bis dato war es ein flottes Spiel, gute Szenen wechselten sich auf beiden Seiten gegenseitig ab. Gegen Ende der ersten Halbzeit verstärkte Aschaffenburg den Druck wieder etwas. Bystrek, Pavlovic und Schraut verpassten aber ihre gute Gelegenheiten.

In der zweiten Halbzeit fand das gute Spiel  beider Mannschaften seine Fortsetzung. Im Gegensatz zur ersten Hälfte war nun Seckmauern das aktivere Team, wollte unbedingt den Ausgleich. Die bis dahin beste Tormöglichkeit seit dem Pfostenschuss von Burak aus Halbzeit eins ergab sich für Odiseas Floros drei Minuten nach dem Wechsel. Nach einem Querpass von seinem Bruder Haralambos stand er frei vor dem Tor, geriet beim Schuss aber in Rücklage und der Ball flog über das Tor. Nur eine Minute später war ein Schuss des gleichen Akteurs kein Problem für TW Döbert. Wenn von Aschaffenburg eine gute Szene ausging, dann von 1A-Spieler Stanko Pavlovic. So konnte der für Benni Canbolat eingewechselte Christian Stapp Pavolic beim Kopfballzweikampf am Torerfolg hindern (51.). In der 61.Minute lief Seckmauern in einen Konter, Pavlovic vollendete und erhöhte damit auf 2:0. Der TSV reagierte wütend, verpasste praktisch im Gegenzug in einer unübersichtlichen Situation wieder den Anschlusstreffer. Nur eine Minute nach dieser Szene fasste sich Haralambos Floros ein Herz und setzte nach einem abgewehrten Ball einen Heber aus 25m ins Netz der Viktoria. Es stand nur noch 2:1. Zwei Minuten nach diesem Treffer fiel der eingewechselte David Raitz im Strafraum, der Pfiff des Unparteiischen leider blieb aus. In der 28. Minute lief Bertholdt nach einem tollen Diagonalpass von Burak frei auf Aschaffenburgs TW Döbert zu, wenige Meter vor dem Abschluss versprang ihm leider der Ball. Aschaffenburg kam nur noch zu sporadischen Angriffen und wenn, dann wurden die Aktionen der Stürmer oft vom Abseitspfiff des Schiedsrichters unterbrochen. Erst gegen Ende des Spiels, als Seckmauern hinten aufmachen musste, boten sich zwingendere  Chancen für die Viktoria. TW Schäfer wehrte einen Schuss von Ries ab (85.), ein Ball von Pavlovic wurde an die Latte abgefälscht, nachdem er sich im Strafraum durchgewurschtelt hatte (86.). Glück gehabt. Seckmauern selbst besaß noch zwei Möglichkeiten durch Freistöße in aussichtsreicher Position. Beide wurden nicht genutzt. Gegen die   aufgerückte TSV-Abwehr glückte Steffen Bachmann dann in der 94. Minute beim Spiel 3 gegen TW Schäfer das entscheidende 3:1. Damit hatten die zum Kreis der 1A zählenden Banbal, Pavlovic und Bachmann alle Tore erzielt.

Viktoria Aschaffenburg II - TSV Seckmauern 3:1 (1:0)
Tore: 1:0 Banbal (28.), 2:0 Pavlovic (61.), 2:1 H.Floros (64.), 3:1 Bachmann (90.+4)

TSV Seckmauern: Schäfer, Aulbach,  Okutun, Bertholdt,  B.Canbolat (46. Stapp), Burak (81. F.Canbolat), O. Floros, H.Floros, Seifert, Löffler (54. D.Raitz), Krejtscha
Vikt. A´burg: Döbert, Vardarli, Sedlacek, Walter, Schraut, Dering (90. Erdogan), Ries, Bystrek, Pavlovic, Bachmann, Banbal

Zuschauer: 150  -  Schiedsrichter: Jan Töns (Darmstadt)

Quelle: Homepage TSV Seckmauern