Spielbericht

 

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Der 07.Spieltag

Schönbusch-Elf mausert sich zum Kunstrasenspezialisten
Doppelpack durch Fiordellisi und Schmidt – Auch Horr trifft wieder

Es läuft weiter rund beim SV Viktoria 01 Aschaffenburg. Auch wenn in Halbzeit zwei durch die Einwechslungen etwas den spielfluß zerstörten, so hatte die Roth-Truppe ein deutliches Übergewicht an Spielanteilen und und ließ sich auch durch den frühen Rückstand (7.) Özcan Keles nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings hätte die Viktoria da bereits in Führung liegen können. Markus Horr´s Schuss aus ca 20m Torentfernung wurde von der Innenverteidigung abgefälscht kullerte (1.) Richtung SG-Tor, Keeper Klotzbücher stand wie angeschraubt auf der Linie, doch er musste gar nicht eingreifen, denn das Runde suchte seinesgleichen und landete am linken Torpfosten. Dann der Schock für den Anhang. Trotz Ballbesitz gelang es den Hausherren in Führung zu gehen. „Wodka“ zögerte beim Versuch zu klären zu lange und so blieb nur Torwart Patsiouras als Anspielstation. Der Rückpaß aber zu kurz ausgeführt, erlief sich Özcan Keles, um kurvte Patsiouras und schob (7.) zum 1:0 ins leere Tor ein. Aschaffenburg machte aber unbeeindruckt weiter und kam durch einen trockenen Flachschuß (20.) von Giulio Fiordellisi zum verdienten 1:1 Ausgleichstreffer. Bereits kurz zuvor hatte man an der Seitenauslinie bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Nikola Jovanovic konnte die Hereingabe (18.) von Tobias Bystrek nicht im Netz versenken. Der „6er“ war heute überall zu finden, doch auch im weiteren Spielverlauf, sollte ihm das Einschußglück nicht hold sein. Selbst Beste Möglichkeiten ließ sich der Routinier entgehen oder scheitert am glänzend reagierenden Steffen Klotzbücher. Zunächst standen Markus Horr und Simon Schmidt im Mittelpunkt. Bei einem hohen Zuspiel auf den durchgestarteten Schmidt ging Klotzbücher derart ungestüm zu Werke, brachte den Mittelfeldstrategen zu Fall und da Simon´s Schuß am linken Torpfosten vorbeistrich, entschied Schiedsrichter Klein auf Strafstoß. Der Kapitän höchstpersönlich trat in die Verantwortung und traf zum 2:1 (25.). Der vierte Treffer in Folge – Horr entwickelt sich zum Torschützen vom Dienst. Teamkollege Giulio der ebenfalls schon 4mal ins Schwarze traf wollte das nicht auf sich sitzen lassen. Nach einem Eckball (35.) von Ugur Sen, scheiterte zunächst Simon Schmidt am glänzend reagierenden SG-Keeper, doch da dieser den Ball nur nach vorne abwehren konnte und Giulio am schnellsten schaltete, traf Fiordellisi mit seinem 2.Treffer in diesem Spiel zum 3:1. Nun war Giulio in der Vereinsinternen Torschützenliste mit 5 Treffern wieder ganz vorne. Das aber nur nebenbei. Bruchköbel´s Keeper konnte einem fast leidtun, denn bereits zuvor rettete er im letzten Moment gegen Nikola Jovanovic, doch wenn man von seinen Vorderleute so sträflich alleine gelassen wird, kann auch der Beste Keeper irgendwann die Gegentore nicht verhindern. Mit diesem Zwischenstand wurden die Seiten gewechselt. Den SG-Spielern aber vor allem Trainer Dixi Dörner sah man an das man froh war, nun erst mal eine 15minütige Verschnaufpause hatte. Bei einer noch besseren Chancenverwertung könnte es durchaus 1:5 oder gar 1:6 aus Sicht der Hausherren stehen. Chancen für ein solches Ergebnis waren ja durchaus gegeben. In Hälfte 2 das gleiche Bild. Noch keine 5 Minuten waren gespielt, da hatte Nikola Jovanovic bereits zwei weitere gute Einschußmöglichkeiten vergeben. „Jova“ hätte wohl noch 2 Std. weiter spielen können, der Ball wollte einfach nicht ins gegnerische Tor. Das übernahmen dafür andere. Zunächst aber die erste Gelegenheit für die Hausherren. Der Schütze des 1:0, Özcan Keles, nahm einen Flankenball (53.) direkt ab und hämmerte das Leder über´s Tor. Die Viktoria kombinierte munter weiter und nachdem der eingewechselte Stanko Pavlovic selbst die Lücke für einen Torschuss nicht hatte, übergab er das Runde kurzerhand nach links außen auf Ugur Sen, der freistehend (59.) sich diese Chance nicht entgehen ließ – 4:1. Ein Traum da zu zuschauen. Bruchköbel konnte der Spielweise der Viktoria aber auch gar nichts entgegensetzen. Als Markus Horr´s Dienstzeit dann aber zu Ende war, begann der Mittelfeldmotor des SVA zu stottern und die Gastgeber kamen stärker auf ohne jedoch so etwas wie Torgefahr zu entwickeln. Nach etwa 10 Minuten waren die Mainfranken aber wieder besser organisiert und ein Traumpass von Markus Wosiek auf Simon Schmidt, sorgte (72.) für das 5:1 für Aschaffenburg. Stanko Pavlic hätte fast den schönsten Treffer des Abends erzielt. Sein 20m Geschoß landete aber zum Leidwesen aller SVA-Sympathisanten nur an der Unterkante der Latte (76.) Unter kräftiger Mithilfe der Schönbusch-Defense fiel das zweite Tor für Bruchköbeler. Nach einem Freistoß kann Christo Patsiouras den Ball nicht festhalten und beim Versuch das Spielgerät zu sichern, stellte er sich so ungeschickt an, brachte Alex Blocker zu Fall und es gab erneut Elfmeter. Patsiouras ahnte zwar die Ecke, war aber bei der Ausführung Alex Schunck´s machtlos (80.) – nur noch 2:5. Reine Ergebniskosmetik, denn nach einem Konter über Giulio, nutzte Simon Schmidt dessen Vorlage und stellte den alten 4 Tore Abstand wieder her (85.)
Mit einem Spruch von Nenad Salov belegte der mitgereiste Anhang in der Schlußminute den Doppeltorschütze Fiordellisi. „Giulio, musst DU machen rein“, schallte es von außen, nachdem er freistehend an Steffen Klotzbücher scheiterte. 7:2 wäre am Ende vielleicht auch ein bisschen des Guten zu viel gewesen, wobei ein durchaus 2stelliges Ergebnis drin gewesen wäre. Es gibt aber noch 29 Spieltage und auch bei den anderen Spielen möchten die Fans das eine oder andere Tor noch bejubeln. Eines ist aber dennoch gelungen. Man hatte sich für das 1:4 im März 2003 mehr als revanchiert. Zu klar war der Unterschied zwischen beiden Teams. Herausragende Akteure heute waren die beiden Doppeltorschützen, Giulio Fiordellisi und Simon Schmidt sowie Markus Horr und Nikola Jovanovic. Dennoch soll die Arbeit des übrigen Teams in keinster Weise geschmälert werden. Gemeinsam geht es nur und als Team hat Viktoria Aschaffenburg heute den fünften Sieg in Folge eingefahren. Herzlichen Glückwunsch

Euer Kiebitz