|
Der 17.Spieltag Viktoria´s Ideenlosigkeit kostet wichtige Punkte
Marco Roth wäre vor der Partie bereits mit einem einzigen Treffer seiner Jungs zufrieden gewesen, denn die Statistik zeigt deutlich die Probleme der Aschaffenburger gegen die Ober-Rodener auf. So hätte man sich eigentlich die Fahrt ersparen können, doch bekanntermaßen stirbt ja die Hoffnung zuletzt und jede Serie reißt auch mal. Allerdings nicht heute. Das Spiel hatte im ersten Abschnitt nur wenig Derbycharakter und auch die beiden Treffer kamen mit etwas Glück zustande. Dicht gestaffelt stand die Germanen-Abwehr und der Viktoria fehlten die Ideen die Lücke zu finden. Wenn sich dann doch einmal die Chance zum Torschuss ergeben sollte, übergab man lieber dem Mitspieler die Verantwortung, als selbst mal abzuziehen. Als ob das nicht genug wäre, musste Marco Roth erneut früh verletzungsbedingt auswechseln. Nach einer rüden Attacke an der Mittellinie (13.), konnte Tobias Bystrek nicht weitermachen. Der erste gefährliche Angriff nach 22 Minuten endete beim starken Keeper Barranco Soldevilla. Giulio Fiordellisi schob den Ball in die Tiefe auf Dominik Witzel und dieser scheiterte am glänzend reagierenden Schlussmann. Wenig später zog Matthias Fries auf und davon, legte ab auf Giulio Fiordellisi und der nagelt das Leder an den rechten Außenpfosten. Ein Spielzug der ein Tor verdient hätte, doch der Fußballgott war in diesem Moment wohl außer Haus. Zwei gute Möglichkeiten nicht genutzt und das sollte sich rächen. Marco Christophori kam, begleitet von drei Blau-Weißen, trotzdem zum Torschuss und mit Hilfe von Platzunebenheiten hoppelte der Ball (37.), sehr zum Leidwesen der zahlreich mitgereisten Aschaffenburger Anhänger und Trainer Marco Roth, ins Netz. Die Freude bei den Gastgebern wehrte allerdings nicht lange, denn bereits drei Zeigerumdrehungen später stach Aschaffenburg´s Goalgetter zu. Auch beim Treffer von Giulio Fiordellisi war ein bisschen Glück dabei. Seine, als Flanke gedachte Hereingabe (40.), entwickelte sich zum Torschuss und landete zum Überraschen aller Anwesenden hinter Barranco Soldevilla zum 1:1 ins lange Eck. Mit diesem Remis ging´s in die Pause. Die Ansprache in der Kabine der Viktoria war wohl kurz und knackig, denn bereits wenige Minuten später standen die in weiß gekleideten Aschaffenburger wieder auf den Platz. Ober-Roden nutzte die Zeit um sich auszuruhen, denn Ihnen war klar das die Gäste nun einen Sturmlauf entfachen werden. In solchen Spielen kann man als Schlusslicht nur gewinnen und mit Herz und Leidenschaft verteidigten die Ober-Rodener das Unentschieden. Zwar kam die Viktoria wie erwartet engagiert aus der Kabine und hatte kurz nach Wiederbeginn auch die Führung auf dem Fuß. Florian Ettl konnte Simon Schmidt´s Ecke aber nicht im Tor unterbringen (48.). Die nächste Gelegenheit hatte Stanko Pavlovic. Sein Schuss lenkte Barranco Soldevilla gerade noch über die Querlatte (66.). Dann wieder „nur“ Aluminium. Florian Ettl, in Halbzeit eins für Tobi Bystrek gekommen, traf per Flugkopfball (75.) den Pfosten. In der Schlussphase wurde die Partie etwas hitziger und Schiedsrichter Daniel Velten brachte viel Farbe ins Spiel. So verrinnen die Minuten und ohne weitere nennenswerte Torchance ging die Partie dann auch zu Ende. Somit hat morgen die TGM Jügesheim die Chance weiter den Vorsprung auszubauen und die Blau-Weißen müssen anerkennen das solche Partien nicht im Vorbeigehen gewonnen werden, sondern das man auch beim Schlusslicht mit voller Konzentration und Engagement zu Werke gehen muss, um erfolgreich zu sein.
Euer Kiebitz
|