|
|
Spielbericht |
|
|
Der 18.Spieltag Viktoria in der Lahnau ohne Chance
Dass der SC Waldgirmes heiß auf den Anpfiff war, sah man bereits an der Tatsache dass sie bereits weit vor den Aschaffenburgern auf dem Platz standen. Vielleicht auch etwas Psychologie der Mainfranken, die Gastgeber bevor es losgeht etwas warten zu lassen. Wenn es so sein sollte, hatte diese nichts gebracht. Vom Start weg waren die SCW-Spieler präsenter, zweikampfstärker und zeigten hohe Einsatzbereitschaft, wussten sie was die Stunde geschlagen hat. Nach dem missratenen Einstand ( 0:2 in Offenbach ) von Dr. Walter Staaden hatten die Lahnauer zuletzt gegen Jügesheim (2:0) gewinnen können und erzielten in den Partien bei RW Frankfurt und dem FCA Darmstadt jeweils ein 1:1 Unentschieden. Diesen positiven Trend wollte man gegen Aschaffenburg fortsetzen und hatte bereits kurz nach Anpfiff der Begegnung die Chance zur Führung. Ricardo Döbert auf Abwegen, riskierte er außerhalb seines Strafraumes gegen Leif Langholz Kopf und Kragen. Zwar hinderte er den Stürmer des SCW zunächst am Torschuss, doch der Abpraller landete beim starken Mario Schappert, der erneut Langholz die Kugel zuspielte und Markus Wosiek kratzte dessen Schlenzer gerade noch vor dem Überqueren der Linie von der selbigen. Der Druck des SCW ging weiter und die Viktoria konnte zunächst nur reagieren. Dann plötzlich ein Pfiff (8.) des Unparteiischen, lagen nach einem Freistoß plötzlich Thomas Jäger und Fabian Pötzel am Boden. Zum Erstaunen aller gab Boris Kosche Strafstoß für Waldgirmes. Proteste der in weiß gekleideten Viktorianer blieben aus, ging die Entscheidung wohl in Ordnung. Während Pötzel weitermachen konnte, musste Thomas Jäger (15.) nach dem Zusammenprall mit dem Innenverteidiger mit einer tiefen Platzwunde ausgewechselt werden. Da Alex Blocher nicht mitgefahren war, kam es zum Saisondebüt für Stephan Krug. Im Duell Mann gegen Mann behielt Mario Schappert die Nerven, verlud Ricardo Döbert und traf rechts unten zur 1:0 Führung. In einem um jeden Meter hart umkämpften Spiel ging es fortan munter rauf und runter, wobei Chance der Viktoria erst mal ausblieben, fand die Kreativabteilung keine Mittel die gut gestaffelte Hintermannschaft des SCW zu durchbrechen. Gefährlich wurde es wenn´s schnell ging. So erzielte Matthias Fries (21.) nach tollem Zusammenspiel im zweiten Schussversuch den 1:1 Ausgleich, gab der Unparteiische aber den Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung nicht. Nicht nur die Viktoria konnte schnell und zielstrebig agieren, Nein auch die Hausherren beherrschten dies und erhöhten nach einem sensationell vorgetragenen Spielzug auf 2:0. Marcel Siegel schickte über links Leif Langholz in die Spur und nach dessen uneigennützigen Zuspiel (29.) auf Mario Schappert traf dieser, von Aschaffenburg´s Hintermannschaft völlig allein gelassen, erneut. Waldgirmes spielte die Mainfranken schwindelig und man konnte nur hoffen dass die Blau-Weißen den Hebel noch umlegen konnten. Aber alles was die demnächst in Bayern spielenden Viktorianer auch versuchten es sollte nicht zum Torerfolg führen. Meist zu ungenau oder auch zu lässig agierten die Männer vom Schönbusch. Glück hatte der Aufsteiger das nach Zuspiel von Raffael Szymanski auf Leif Langholz der Ball knapp über und nicht im Tor landete (45.). Viel Hoffnung hatten die zahlreich mitgereisten Anhänger auf den zweiten Durchgang gelegt, mussten aber bereits wieder früh mit ansehen wie Schappert die Viktoria Deckung ganz alt aussehen ließ. Trotz Bedrängnis kam der Schütze der ersten beiden Tore zum Abschluss und netzte (53.) lang unten rechts zur Vorentscheidung ein. Keine 5 Minuten später hatte Schappert Treffer Nummer 4 auf dem Fuß. Die Flanke von Kevin Kaguah leitete Leif Langholz per Kopf weiter auf Schappert, dessen Distanzschuss zum Glück für den SVA knapp rechts unten am Tor vorbeiging. Beste Chance zum Anschlußtreffer hatte Giulio Fiordellisi. Langer Ball von Markus Horr kam der gelernte Stürmer trotz Bedrängnis von Peter Bätzel zum Abschluss scheiterte (67.) aber an Keeper Fabian Grutza. Ein glückliches Händchen hatte Peter Lack mit der Einwechslung von Nico Koukalias und Dominik Witzel. Dome legte (83.) den Ball ab auf Kouki und dessen Flachschuss fand mit tatkräftiger Unterstützung des rechten Innenpfostens den Weg ins Tor – nur noch 1:3. Im Gegenzug scheiterte Raffael Szymanski am glänzend reagierenden Ricardo Döbert. Aschaffenburg machte nun auf, hatte auf Dreierkette umgestellt, doch außer dem 1:3 Anschlusstreffer sollte nichts mehr Zählbares heraus kommen. Da war es auch egal das nach einem Konter in der Schlussminute Leif Langholz, nach Zuspiel von Raffael Szymanski, den alten drei Tore Abstand wieder herstellte und zum 4:1 für den SC Waldgirmes traf. Etwas schwarzen Humor gab es von den Rängen, musste man nach so einer Vorstellung zum Glück ja nur ca. 100km nach Hause fahren und ist nicht wie es bei einem Wechsel nach Bayern der Fall ist ewig unterwegs. Dem wahren Fan dürfte es egal sein, kommt er auch nächste Woche wieder um sein Team zu unterstützen.
|